Nach Mitternacht. Lore füttert die Katzen. Plötzlich fällt ihr ohne Vorwarnung eine Szene über Calligos Winterzunder für Warhammer 40.000: Rogue Trader ein. Um zwei Uhr ist sie 3.000 Wörter lang und unterwegs zu einem Freund. Am nächsten Morgen kommt die Antwort: mehrere Absätze, nur Geschrei in Großbuchstaben.
Ist das Füttern von Katzen eine verlässliche Schreibmethode? Wahrscheinlich nicht. Aber dieser Augenblick erzählt uns etwas Interessantes: Fanfiction wartet nicht immer auf eine Vorgabe, einen Schreibtisch oder einen geeigneten Zeitpunkt.
Wir haben für diesen Artikel mit zehn Autoren von Owlmates gesprochen, dem Creator-Programm von Owlcat Games: JaalCreative, Lore, WrathofFran, Holy Lustration, The Evil Scribbler, Leonard, Cawyden, Red Stairs, LoveOfOurOwnFate und Mags. Wir haben nach ihren ersten Fangeschichten gefragt, ihren Schreibgewohnheiten, nach Szenen, die sich der Vorgabe entzogen haben, und nach Reaktionen von Lesern, die ihnen folgen.
Haben wir die richtige Methode gefunden, wie man schreibt? Nicht annähernd. Manche setzen sich tägliche Wortmengenziele, andere hören auf, wenn eine Geschichte keinen Spaß mehr macht. Manche planen jede Einzelheit, andere improvisieren sogar noch beim Planen. Allen gemein ist die Aufmerksamkeit: für unvergessliche Dialoge, für Konsequenzen, die ein Spiel niemals zeigt, oder den Charakter, der weiterspricht, wenn der Bildschirm längst schwarz geworden ist.

Einige der Autoren haben schon Geschichten erfunden, als es das Wort Fanfiction noch gar nicht gab. The Evil Scribbler schrieb mit 12 Jahren eine Episode von Akte X. Holy Lustration stellte mit 11 ein laut eigener Aussage „prächtiges“ Self-Insert für Star Wars: Die dunkle Bedrohung her, nachdem sie jahrelang Meisterwerke mit Beanie-Babys, Jurassic Park-Figuren und Spice Dolls auf die Bühne gestellt hatte. Mags schrieb Pokémon-Fanfiction in ein Notizbuch und ließ jeweils eine Zeile für die vielen künftigen Überarbeitungen frei.
Für andere war Warhammer 40.000: Rogue Trader eine Rückkehr ... oder ein Debüt. WrathofFran hatte bereits eigene Texte veröffentlicht, aber nie das Verlangen verspürt, Fanfiction zu schreiben. Nachdem sie im Dezember 2023 Rogue Trader fertiggespielt hatte, befand sie, dass es im Spiel zu wenig romantische Geschichten gab, wie sie sie selbst gerne sehen würde. Die Schlussfolgerung lautete völlig nachvollziehbar: „Dann muss ich sie wohl selbst schreiben.”
The Evil Scribbler kehrte nach fast 15 Jahren zur Fanfiction zurück. Leonard teilte privat eine Rogue Trader-Geschichte mit einem Freund, bevor er den Mut fand, sie zu veröffentlichen. Er saß insgesamt ein Jahr an Vows Over Amasec, seiner ersten tatsächlich abgeschlossenen Geschichte.
Cawyden war 45, als sie ihre erste Fanfiction veröffentlichte: Immortalium. Angetrieben hatte sie der Drang, das Umfeld von Heinrix‘ Romanze zu erkunden, das das Spiel nicht liefern konnte. Inzwischen hat das Buch über 300.000 Wörter, und sie arbeitet immer noch daran.
Für viele liefert das Spiel nur den Startpunkt fürs Schreiben. Einige widmen sich dem „Was wäre, wenn” hinter einer Handlungsentwicklung: Was hat ein anderer Charakter dabei gedacht? Was ist nach dem Ende der Szene passiert? Welche Konsequenzen haben sich später daraus ergeben? Andere finden ihre Geschichten in den Versionen der verschiedenen Enden des Spiels und verarbeiten dabei bisweilen philosophische und religiöse Konzepte, um eine dritte Variante zwischen zwei gegenläufigen Ideen zu finden.
Der Unterschied muss dabei gar nicht groß sein, manchmal ist er so klein wie ein Amulett. Heinrix’ offizielles Design zeigt ihn mit dem Symbol der Ekklesiarchie, aber im Spiel wird das nie erklärt. Ist das ein Fehler, ein Symbol seines Glaubens, ein Psi-Fokus oder ein Relikt aus seiner Vergangenheit? Für Cawyden eröffnete dieses unerklärte Detail eine völlig neue Geschichte. Parallel dazu begann eine andere Handlung mit einem beschädigten Gang und einem großen Eiskristall in den Säulen von ... und aus der Andeutung eines Unfalls wurde eine komplette Szene.

Aber nicht jeder Ansatz entstammt einem Aspekt, den das Spiel nicht erklärt. JaalCreative hat Hyperfantasie ... ein ungewöhnlich lebendiges bildliches Vorstellungsvermögen ... und findet den Beginn einer Geschichte in wenigen Takten Musik oder einem 30-sekündigen TikTok-Sound. Doch auch diese plötzlichen Funken sind häufig in persönlicher Erfahrung verwurzelt und verwandeln einen flüchtigen Eindruck in das Grundgerüst einer Geschichte.
Wenn die Idee da ist, wie geht es dann weiter? Einigkeit besteht darüber keine.
Lore nennt den Prozess „organisiertes Chaos”. Zuerst werden aus Ideen angeregte Gespräche mit Freunden, es folgt eine Mindmap mit Dialogen, Bildern und thematischen Fragmenten. Manchmal folgt darauf ein grober „Entwurf Zero”. Wenn Lore nicht in der Wohnung schreibt, trinkt sie meistens einen Chai Latte. Zu Hause brennen farbige Lichter, passend zur Szene.
Red Stairs’ Ansatz ist eher intern. Jede Szene wird im Kopf geprobt, bis sie sich bereit anfühlt. Dann folgt die Rückkehr in die Welt, und die Wörter fließen. „Im Prinzip halluziniere ich die Handlung.”
Holy Lustration setzt sich eine Wortmenge als Ziel, oft 500 Wörter, und schreibt regelmäßig, meist auf der Terrasse, in der Hoffnung, von den Besuchen der Fauna nicht zu sehr abgelenkt zu werden. LoveOfOurOwnFate schreibt nachts, bei Tee und einem Song in Dauerschleife, mit dem bewusst bescheidenen Ziel von 100 Wörtern pro Tag. Auch Leonard hat ein Tagesziel, aber die eigentliche Planung findet in einem großen Dokument voller Anmerkungen und Fragen statt: Warum handeln die Charaktere so? Entspricht es ihrer Motivation? Ist das in diesem Universum überhaupt physikalisch möglich?
WrathofFran kann in einem überfüllten Zug schreiben, zwischen Besprechungen oder nach einem Workout. Jedes Kapitel durchläuft normalerweise drei bis vier Entwürfe, bis es Beta-Status erreicht. Mags beschreibt die Planung als Taschenlampe, die in einen dunklen Raum zeigt: Der nächste Teil ist im Detail sichtbar, das Ende ist in der Ferne erkennbar, und alles dazwischen wird schärfer, wenn der Autor sich nach vorne bewegt. Oder, wie in Mags’ anderem Vergleich, das Ganze ist wie Gromit, der Schienen direkt vor dem Zug verlegt, auf dem er selbst sitzt. Beide Bilder sind vermutlich ehrlicher als einfach nur zu sagen, man habe einen Plan.
Allerdings respektieren Charaktere solche Pläne nicht immer. Manche Autoren kennen Anfang und Ende, lassen dazwischen aber Platz, damit die Charaktere das „Steuer übernehmen” können. Holy Lustration bewahrt unbenutzte Ideen am Ende des Dokuments auf, falls sich später doch eine Verwendung für sie findet: „Im Haus von Holy wird nichts gelöscht.” Diese Erfahrung teilen jedoch nicht alle. Bei manchen haben Charaktere noch nie das Steuer übernommen oder die Geschichte an einen unerwarteten Ort gezerrt. Anscheinend sind derlei mystische Vorkommnisse optional, und eine Geschichte wird nicht weniger real, nur weil ihr Autor durchgehend das Sagen hat.
Charaktere können also unter Kontrolle bleiben oder nicht. Die Wortmenge hingegen ist definitiv immer alles andere als kooperativ. At Fanfare’s End sollte eigentlich etwa 4.000 Wörter umfassen und landete bei 41.000. Eine Handvoll geplanter Szenen nach dem Spiel geriet zu einem Entwurf mit mehr als 100.000 Worten. Much Ado About the Lord Captain war auf 100.000 Wörter geplant, umfasst mittlerweile 50 Kapitel mit 350.000 Wörtern und ist noch nicht abgeschlossen.
Nicht jede unerwartete Entwicklung lässt sich in Wörtern messen. Beim Schreiben für die Rogue Trader Gift Exchange entdeckte WrathofFran, dass Ulfar seinen Teil im Stil einer Sage erzählen wollte. Das Ergebnis war eine ungeplante Passage in klassischem Versmaß ... und natürlich einem Beatbox-Vortrag durch WrathofFran bei der Präsentation.

Meistens sind Ideen nicht das Problem. Das Problem ist die Zeit. Mehrere Autoren haben geschildert, wie sie ihr Schreiben um Beruf, Familie und Pflichten herum organisieren. Und um die Erschöpfung, die oft einsetzt, wenn sich endlich eine Stunde Freizeit eröffnet.
Die leere Seite hat noch weitere Waffen. Red Stairs ist mehrsprachig aufgewachsen, und manchmal prallen Wörter mitten im Satz aufeinander, sodass er dem englischen Vokabular nachjagen muss „wie ein tollwütiger Hund”. Ein erster Entwurf kann schnell vorliegen, aber die Beschreibungen von Gesichtsausdrücken und Umgebungen erfordern oft viel mehr Zeit. Ein weiteres Problem ist das Lektorat: Irgendwann sieht der Anfang jedes Satzes aus wie ein potenzieller Fehler. Und dann sind da noch die Szenen selbst. Leonard hat gelernt, wenn sich eine Szene beim Schreiben falsch anfühlt, kann sie schlichtweg „hinter der Bühne” stattfinden, und die Geschichte beschäftigt sich dann erst mit ihren Auswirkungen. Manchmal enthüllen die Folgen eines Ereignisses mehr als das Ereignis selbst.
Und was ist, wenn die Motivation nachlässt? Dazu gibt es zwei grundsätzliche Ratschläge: Schaffe Abstand oder mache den nächsten Schritt sehr klein.
Abstand kann ein Spaziergang bringen, ein anderes Projekt, Musik hören. Man muss abwarten, bis das Schreiben sich nicht länger anfühlt wie eine lästige Pflicht. Ganz aufzuhören, ist natürlich auch eine Option. Wenn ein Hobby keinen Spaß mehr macht oder bedeutungslos scheint, gibt es keinen Grund, es zu Tode zu reiten.
Der zweite Ansatz kann etwas so Einfaches sein wie ein Tagesziel von 100 Wörtern ... klein genug, um es auch an einem schlechten Tag zu schaffen, aber oft ausreichend, um den Motor wieder zum Laufen zu kriegen. Manche Autoren wechseln zu einer späteren Szene und vertrauen darauf, dass selbst mangelhafte Arbeit ausreichend Material für das Lektorat liefert. Lore arbeitet mit Belohnungen wie Lieblingsgerichten und Gesprächen mit begeisterten Freunden, um den Funken wieder zu entzünden ... ein Ansatz, der mit einem ADHS-Gehirn arbeitet und nicht dagegen.
Cawyden hat eine praktische Antwort auf den Schrecken einer leeren Seite: Beginne niemals mit dem perfekten ersten Satz. Beginne mit Stichpunkten, einer Dialogzeile oder der Szene, die sich am spannendsten anfühlt. Eine Geschichte muss nicht in der Reihenfolge geschrieben werden, in der man sie am Ende liest.
Eine Sache war in den Antworten der Owlmates unübersehbar.
Auf die Frage, worauf sie am meisten stolz sind, nach ihrer Lieblingserinnerung oder dem Antrieb für ihr Schreiben sprachen sie früher oder später nicht mehr über Geschichten.
Sie sprachen über Menschen.
Cawyden lacht bis heute über eine Leserin, die folgenden Kommentar hinterließ: „Deine Storys sind eine Droge, und ich bin süchtig danach *leckt ihren Laptop-Bildschirm *.” „Schon ein bisschen seltsam”, räumt sie ein, „aber auch ... aufregend, dass jemand so begierig darauf war, weiterzulesen.”
Nicht jede Reaktion ist so laut. LoveOfOurOwnFate erinnert sich an eine E-Mail eines Lesers, der fast alle veröffentlichen Geschichten gelesen hatte und überschwänglich lobte. „Ich gebe zu, ich war glücklich und hab ein bisschen geweint.” Andere erzählten von Lesern, die in schweren Zeiten ihre Lieblingsgeschichte immer wieder lasen, jedes neue Kapitel kommentieren oder einfach nur sagen, dass sie die Fortsetzung kaum erwarten können. Was bei den Autoren bleibt, ist nicht einfach abstraktes Lob, sondern der Beweis, dass auf der anderen Seite echte Menschen sind.
Manchmal tragen Leser eine Geschichte sogar über die Seite hinaus. Lore wusste, dass ihre eigenen Charaktere einen Platz in der Fantasie anderer Menschen gefunden hatten, als Leser unzusammenhängende Tumblr-Posts und Discord-Nachrichten schickten, einfach weil etwas darin sie an diese Charaktere erinnerte. Anderenorts entdeckten Autoren, dass ihre Geschichten auf Discord diskutiert wurden, dass Leser auf Update-Benachrichtigungen warteten, oder sie hörten, dass eine Geschichte die Einschätzung eines Charakters oder einer Beziehung verändert hatte.
Manchmal wächst die Verbindung sogar über die Geschichte hinaus. Eine private Nachricht eines Lesers von WrathofFrans, ausgelöst durch eine Szene, die einen persönlichen Nerv traf, entwickelte sich zu einer echten Freundschaft. Die beiden reden regelmäßig und wollen sich jetzt persönlich treffen. Andere Owlmates hatten Ähnliches zu berichten: Sie hatten erwartet, allein in ihrer kleinen Ecke zu schreiben, und fanden stattdessen Freunde auf der ganzen Welt.
Die Rogue Trader Gift Exchange macht aus dieser Verbindung ein eigenes Event. JaalCreative und The Evil Scribbler erfinden Geschichten rund um NPCs, Freihändler und ihre Gefolge, auf die die Community dann in Echtzeit reagiert. Einige dieser Skripte und Charakterinteraktionen wurden sogar von den Originalsprechern des Spiels vorgetragen. Was sonst einzeln passiert, Kommentar für Kommentar, wird hier in Echtzeit zu einem gemeinsamen Erlebnis.
Deshalb ist der Leser nicht einfach der letzte Schritt, nachdem du auf „Veröffentlichen” geklickt hast. Er wird Teil von dem, was die Geschichte in Folge wird. Das Spiel gibt Menschen eine Welt, die sie lieben. Fanfiction gibt ihnen eine Möglichkeit, darin weiterhin gemeinsam zu spielen.
Wir haben gefragt, ob Fanfiction eine „weniger ernste” Form des Schreibens sei. Die Owlmates haben so reagiert, wie Autoren es am besten können: Sie waren sich nicht einig.
Einige nahmen „ernst” sehr ernst. LoveOfOurOwnFate platziert Fanfiction in einer deutlich älteren Tradition: Virgils Aeneis, James Joyces Ulysses und die vielen einander widersprechenden Versionen der Artussage bedienen sich alle bestehender Geschichten und erschaffen daraus etwas Neues. Der Begriff „Fanfiction” mag relativ modern sein. Das grundsätzliche Vorgehen dabei ist es nicht.
Andere haben gefragt, warum Fanfiction sich überhaupt verteidigen müssen sollte. Sie wird üblicherweise kostenlos erstellt und geteilt, in einer Kultur, die fast allem, was Menschen schaffen, einen Geldwert zuweist. Sie kann albern sein, schmerzhaft ehrlich, niedlich, seltsam, nicht jugendfrei oder technisch anspruchsvoll. Aber vor allem muss sie kein Produkt werden und nichts auf einem Markt beweisen.
Red Stairs sieht in der geringeren Ernsthaftigkeit von Fanfiction einen ganz eigenen Wert. Ein Skizzenbuch dient einem anderen Zweck als ein fertiges Gemälde. Ebenso kann Fanfiction ein Spielplatz sein, auf dem Autoren mit Form, Erzähltechniken und vertrauten Charakteren experimentieren können, ohne eine komplette Welt erschaffen oder sich mit einem Verlag auseinandersetzen zu müssen. Weniger ernst muss nicht weniger wertvoll bedeuten. Manchmal bedeutet es lediglich mehr Raum zum Spielen.
Die Werke selbst zeigen das auch. logos_ethos von LoveOfOurOwnFate hat zwei Erzählstränge in parallelen Spalten, eine größtenteils in entschlüsselbarem Hexadezimalcode verfasst. JaalCreatives In the Event of Matrimony experimentiert in einem Alternativuniversum mit arrangierten Ehen mit Erzählformen. Fanfiction kann kreative Freiheit bieten und trotzdem formal ehrgeizig sein.
Mags hatte dazu die kürzeste Antwort: „Muss denn alles ernst sein? Ist in eurem Leben kein Platz für Begeisterung und Verspieltheit?”
Fanfiction kann enorme Sorgfalt verlangen, ohne zur Verpflichtung oder zum Produkt zu werden. Ernsthaftigkeit und Verspieltheit schließen einander nicht aus.
Sollte ein neuer Autor veröffentlichen? Vor dieser Frage steht noch eine weitere, deutlich unmittelbarere: Wie kommt eine Geschichte in die Welt? The Evil Scribbler hat dazu eine einfache Regel: „Erst muss die Geschichte existieren, danach kannst du sie perfektionieren.” Beginne mit der Szene, die du schreiben willst. Setze dir ein Ziel, das klein genug ist, um auch einen schweren Tag zu überstehen. Finde Menschen, die dein Vorhaben verstehen.
Aber eine Veröffentlichung kann auch echte Risiken mit sich bringen, und das zu verdrängen, ist keine Hilfe. Red Stairs warnt, dass die Angst vor Kritik keine Einbildung ist: Menschen können grausam sein, und automatisierte Konten hinterlassen grundlos beleidigende Kommentare. Autoren dürfen daher anonyme Kommentare löschen, Nachrichten schließen, ungefragte Ratschläge ignorieren und ihren Seelenfrieden schützen.
Und dann, wenn der Zeitpunkt sich richtig anfühlt, gibt Holy Lustration folgenden Rat:
„Mach’s! Auch wenn du Angst hast. Mach’s mit zusammengebissenen Zähnen. Mach’s zitternd. Aber mach’s. Du wirst deinen Stil und deine Stimme finden, genau wie du deine Leute finden wirst.”
Niemand muss auf „Veröffentlichen” drücken. Aber nachdem wir Zeit mit diesen Autoren verbracht haben, ist es schwierig, Fanfiction als „weniger ernst” abzutun ... nicht weil jede Geschichte auf Hochglanz poliert wäre oder alle Autoren davon träumen würden, einen Roman zu veröffentlichen, sondern weil es hier dieselbe Neugierde, Hingabe, Verletzlichkeit und dasselbe Können gibt wie überall, wo etwas Kreatives entsteht.
Diese Geschichten begannen im privaten Bereich ... mit unbeantworteten Fragen, improvisierten Plänen und schlaflosen Nächten. Die Freundschaften, Gift Exchanges und Kommentare kamen, als die Geschichten geteilt wurden. Und eine Entscheidung trafen alle Autoren selbst: ob und wann sie auf „Veröffentlichen” klicken.